Río Tejo

Gleich umrunden wir das südliche Leuchtfeuer Bugio an der Fahrwassereinfahrt von Lissabon. Unser Liegeplatz ist schon geklärt, A09 in der Marina Parque das Nacoes. Wind haben wir auch noch bekommen, für eine gepflegte Einfahrt in die Stadt.

Fotos seit Gibraltar

Hier kommen die versprochenen Fotos:

Massenweise Delfine kommen uns in der Straße von Gibraltar entgegen.

11 Knoten, wir werden für 30 Minuten zu Rasern

 

Ankern in Faro

Das Cabo de Sagres

 

Ankern zum Fischen vor Felsenwänden denen man mit dem großen Schiff nicht zu nahe kommen wöllten

 

Delfin-Mama mit Kalb direkt vor Anoris Bug

 

Die Bucht von Arrifana mit Felsenkulisse und Sonnenuntergang

Möwen im Anflug auf die Schleppköder

Unser bislang erster und dümmster Vogel am Wobbler

Wieder befreit…

Wir konnten ihn nur durch Abknipsen mehrerer Haken aus dem Schleppköder lösen.

Die See ist zu ruhig, man muss die Teller gar nicht festhalten.

Atlantik wie Badewanne

Die Beiträge und Tracks kommen derzeit wieder mal spärlich ob des alten Internetmangel Problems. Auf der einen Seite ist das sehr erholsam, andererseits aber auch mühsam, so abgeklemmt.

Seit der Lagune von Faro in der wir eine Nacht geblieben sind – das Lagunenwasser ist echt unlecker wegen Austernzucht und den vielen Segelbooten die dort Langzeitankern und sicher nicht ihren Schwarzwassertank benutzen – sind wir schnell weiter gezogen Richtung Cabo Sagres und dann um die Ecke nach Norden mit Kurs Lissabon. Da wir viel Zeit haben bis zum 29.8. verbummeln wir die an der fantastischen Atlantik Küste mit Fischen (mäßig erfolgreich, heute war zur Abwechslung mal ein grosser Seevogel dran den wir aus dem Wobbler operieren mussten, aber der grosse Fisch lässt auf sich warten ) und Ankern an schönen Plätzen. Letzte Nacht verbrachten wir in der Bucht von Arrifana, wieder so ein unglaublich beeindruckender Ort mit hohen Felsen, Klippen und Sandstrand in der Mitte. Mit dem Dinghi sind wir raus zu den Klippen zum Fischen, man kommt sich winzig vor vor den riesigen Felswänden während die Atlantikdünung das Boot hoch und runter schaukelt und die Kreuzsee vom Felsen zurück schwappt. Gefangen haben wir ausser komischen knochenharten Biestern die aussehen wie Piranhas und fiese Zähne haben mit denen sie übel knirschen (Florian hat schon Albträume davon) leider nix. Die Fischer im kleinen Hafen von Arrifana sagen aber die sind lecker. Wir werden sehen.

Der Atlantik spielt Badewanne. Heute ist er spiegelglatt bis auf eine lange flache Dünung.

Segeln kann man kaum, der Wind kommt aus Norden mit 5-7 Knoten, so ging es gestern auch schon. Also Motorfahrt.

Heute steuern wir den Hafen von Sines an, morgen dann Lissabon. Übermorgen kommt Kirstine wieder.

Wenn wir Netz bekommen kann ich auch wieder ein paar Fotos hochladen.

Bis denn, die Anori Crew

Gibraltar Strait – Faro

Viele Gedanken hatte ich mir über die Straße von Gibraltar gemacht, unnötigerweise, denn es ging ein herrlicher Ostwind, wir hatten die Strömungen und Tide richtig eingeschätzt und es war eine sehr entspannte Durchfahrt, bis am Ausgang der Wind mächtig auffrischte und wir plötzlich mit 11 Knoten unterwegs waren. Kurz darauf war reffen angesagt und dann war der Wind auch wieder weg. Die Windvorhersage in der Bucht von Cadiz war eher für die Tonne… Die Nacht hindurch mussten wir motoren, morgens hatten wir auf einmal wieder 20 Knoten Wind von vorne, und um 12 waren wir in Faro, Algarve, Portugal. Wir ankern in der Lagune von Olhao. Wenn Wind will werden wir morgen zum Südwest-Kap von Portugal weiterziehen. Bilder gibt es dann wieder mal aus einem Hafen.

Hafen- und Problemlösetag in Gibraltar

Wir sind für 2 Nächte in Gibraltar in der Marina Bay direkt neben der Landebahn untergekommen, die Flugzeuge sind zum Greifen nah und extrem laut, zum Glück gibt es nur 8 Flugbewegungen am Tag und nachts gar keine. Dafür ist auch die Marina unfassbar billig, 18 Pfund pro Nacht.

Wir haben heute mit Unterstützung von Dylan, einem Techniker aus Gibraltar endlich unser Windfahnenproblem gelöst. Ich musste Äffchen spielen und auf dem Mast die neue Windfahne montieren, inklusive Gewinde schneiden. Unter dem Baum sitzt jetzt wie bei einer Rennyacht eine Windanzeige, und deren Daten werden dann über den Datenbus ins weitere System eingespeist so dass Autopilot, Plotter und Steuerstand-Anzeige auch versorgt sind. Genial. Jetzt kann der Atlantik kommen!

Ausserdem hat die Anori endlich einen Tender der seiner Aufgabe und dem Aussenbordmotor gerecht wird. Den hab ich wieder entdrosselt, wir brauchen Schub, und siehe da, es gleitet sogar – muss ja sagen das macht schon Spaß…

Morgen gehts aus dem Mittelmeer raus durch die Straße von Gibraltar auf den Atlantik in Richtung Faro in Portugal. Wir haben immer noch Ostwind, müssen also nur noch den richtigen Zeitpunkt abpassen um mit der Tidenströmung entspannt rauszukommen. Dann müssen wir uns auch schon ranhalten um rechtzeitig am 29. in Lissabon zu sein wenn Kirstine wiederkommt.

Schlussendlich war sogar noch Zeit den Affenfelsen mit Affen zu besichtigen. Gibraltar wirkt irgendwie in Zeit und Ort sehr deplatziert, aber ist schon nett mal zu erleben. Alles very british, aber die Leute reden miteinander Spanglish, total lustig.

Unten noch ein paar Fotos.

 

Viele Grüsse von der Anori!

Durchsegeln

Hier werden keine Pausen mehr gemacht, wir segeln gleich die ganze Costa del Sol durch nach Gibraltar.

Ärgerlicher Weise ist uns gestern Nacht der Blister am Kopf gerissen und runtergekommen, nicht ohne noch das ganze Achterliek abzurupfen, bei nur 10 Knoten Wind. Das war es dann mit blistern. Kann aber gut sein dass er vom Segelmacher repariert werden kann. Hoffentlich…

Wir konnten ihn nur noch bergen und in den Sack stopfen, jetzt steht er erstmal am Mast.

Am Cabo de Gatos hatten wir heute Mittag eine herrliche Düse ums Eck mit bis zu 35kn Rückenwind, danach ließen wir Almeria steuerbord hinter uns. Noch 125 NM bis zum Affenfelsen. Morgen Nachmittag sind wir da. Diesel für 45 Pence soll es dort geben.

Bis dorthin nutzen wir den Rückenwind von bis zu 7bft, momentan ist nur die halbe Genua draußen, das reicht für über 6 Knoten.

Wir wollen Gibraltar passieren bevor Ende der Woche der Wind dreht und dann aus Westen kommt.

Viele Grüße von der Anori!

Adiós Alicante

Wir sind wieder unterwegs, mal zur Abwechslung am Wind raus aus der Bucht von Alicante. Bruno, Emilio und Florian sind jetzt als Crew dabei, und das läuft. Wir haben noch nicht entschieden ob wir gleich die Nacht durch segeln, es könnte etwas doller wehen gegen Abend.

Die Windanzeige funktioniert immer noch nicht da offensichtlich der Geber auf dem Mast kaputt ist. Evtl beiss ich in den sauren Apfel und investiere noch 500€… Elektronik ist die Pest.

Aber erst mal genießen wir den herrlichen Wind und dass wir unterwegs sind.