Noch grauer…

So langsam reift in mir die Gewissheit dass es die falsche Richtung war in die wir im Atlantik nach der Passage der Straße von Gibraltar gefahren sind. Wir hätten besser nach links abbiegen sollen… Sonne, tiefblaues Meer, Wärme, freundliche Menschen versus graues Wetter, spülwasserartige Brühe, graue konsumversklavte Pflichtarbeitnehmer und grausame Politik, demnächst als Sahnehäubchen die Afd im Bundestag… Was soll man da? Am besten weg! Dazu kommt die Wehmut da unsere Reise nun fürs erste zu Ende ist, bald.

Also schnell über den Winter Anori flott machen für die Reise zurück nach Süden. Und dann Auswandern, wenigstens in die Algarve. Zu den Knusperfischen. Und Segeltörns mit Touries mit Anori machen. Das könnte der Plan sein.

Mal sehen.

Wir haben jedenfalls bald die Südspitze von Terschelling erreicht und werden dann Kurs Ost entlang der Inseln anlegen. Das sind die letzten 200 Meilen. Am Sonntag Abend sind wir in Hamburg,schätzungsweise. Bis dahin! Viele Grüße von der Anori!

Ententeich

Wir tuckern gemütlich über das Marker Meer zur Schleuse ins Ijsselmeer bei Enkhuizen. Bis Makkum wollen wir heute noch fahren, und dann morgen die Nordsee in Angriff nehmen. Ganz unrealistisch ist es dann nicht bis Sonntag in Hamburg zu sein. Die holländischen Binnenmeere sind flach, heute windarm und wellenlos. Percy schiebt, das Grosssegel steht nur als Alibi.

Viele Grüße aus Holland!

Wieder unterwegs

Zusammen mit Uwe bin ich heute Vormittag in Zeebrügge wieder an Bord gegangen. Nachdem wir alles aufgeklart und einiges repariert hatten konnten wir um 17:30 endlich auslaufen. Wir haben uns vorgenommen die Nacht durchzufahren, dann werden wir morgen Mittag spätestens in Amsterdam sein. Dort melden wir uns wieder. Viele Grüße, Merten

Fotos der letzten Tage

Während wir auf den Zug nach Paris warten vertreiben wir uns mal die Zeit mit Café au lait, Sandwich und schwelgen in Erinnerungen… Porto : Cinema 5D! Was macht die Merkel denn in Portugal? Und wer ist der Typ? Aber sie hat den Segen der katholischen Kirche, scheint es… Endlich mal das Dinghi beschriftet. Nach Porto kam dann ein Zweitagesschlag nach A Coruña. Neblig und verregnet. Cap Finisterre war nicht zu sehen. Schade, bei dem Namen. Spannend war der Kurzbesuch des spanischen Zolls in unserer winzigen superengen felsigen Ankerbucht an der Ilha Salvora. Wir hatten spät nachts im Dunkeln geankert, und gerade den Whisky aufgemacht als es draußen laut wurde und ein riesiges Positionslicht uns achterlich umrundete. Wir schnell raus – was zur Hölle? Da war ein schwarzes Speedboat der Aduana, die wollten mal gucken was wir so treiben. „Everything OK guys, it’s only Spanish Customs!“ meinte der Officer, leuchtete uns noch ein bisschen an und weg waren sie wieder. Keine weiteren Fragen… Wasn Schreck. In A Coruña kam Ulf dazu, und wir machten uns auf den Weg über die Biskaya. Insgesamt ein ziemlich ruppiger aber entspannter Schlag, das beste waren die Delfine die uns stundenlang begleiteten. Tatsächlich haben wir keinen einzigen Fisch gefangen, obwohl wir in Coruña nochmal investiert hatten in Trolling Ausrüstung. Wir kommen wieder, eines Tages!! Interessant war dass genau am Kontinentalschelf vor der Bretagne die Wellen plötzlich riesig wurden. Ca. 5m. Von da bis zum Hafen blieb es dann auch ziemlich wild. Wir gingen in Camaret-sur-Mer in den Hafen, wieder mal mitten in der Nacht in völliger Dunkelheit, aber da haben wir uns schon dran gewöhnt. Dort scheint die Sonne mehrmals am Tag, wenn es nicht gerade wie wahnsinnig regnet… Und es ist wunderschön. Hier ein paar Bilder vom morgendlichen Brötchen holen. Till kam in Camaret-sur-Mer dazu, und gestern verlegten wir nach Brest. Die Zufahrt in die Stadt ist gespickt mit Bunkern des Atlantikwalls, und im Militärhafen steht noch der deutsche U-boot Bunker. Keine besonders schöne Kulisse. Im Hafen von Brest lebt ein Grauer Tümmler der sich mit Festmachern schubbern lässt, wie ein Hausschwein mit dem Besen. Dabei dreht er sich um die Längsachse. Total verrückt und entspannt. Die Dame rechts im Bild meinte er ist da schon seit 5 Jahren und sie würde auch mit ihm schwimmen.

Heute ist Anori wieder unterwegs, aber erstmals ohne uns. Gute Reise und fair Winds!

Abfahrt Brest – ohne uns!

Anori verlässt soeben den Hafen von Brest in Richtung Cherbourg, und Kirstine und Merten sind zum ersten Mal nicht dabei sondern nur Steghands. Uff. Nicht leicht Abschied zu nehmen. Wir müssen echt mal wieder nach Hamburg und schauen dass unser normales Leben und Arbeiten weiter geht. Morgen nachmittag holen wir die Kinder von der Schule ab.

Anori segelt mit Skipper Ulf, First Mate Flo plus Tim und Till weiter über Cherbourg und Brighton nach Belgien. Dort geh ich dann am 18. oder 19. wieder an Bord, Ulf muss nach Hause, und dann nehmen wir den Rest der Strecke in Angriff.

Bis Ende September wollen und müssen wir dann in Hamburg ankommen.

Viele Grüße aus Brest!

Biskaya geschafft

Wir sind drüben, abgehakt. So langsam glauben wir selber dran dass wir es bis Hamburg schaffen. Wir haben vor einer Stunde und zwei Schnäpsen im Hafen von Camaret-sur-Mer festgemacht. Alles weitere morgen. Gute Nacht!