Nordwärts

Jetzt wird es ernst. Wir sind soeben aus dem Hafen von A Coruña ausgelaufen, und nehmen jetzt die Biskaya in Angriff. Ungefähr 350 Seemeilen sind das. Ein Stück wird uns die galizische Küste noch begleiten, dann wird es einsam. Vor dem Hafen steht schon ordentlich Schwell. Insgesamt ist die Wetterprognose ganz gut. In 3-4 Tagen werden wir dann voraussichtlich Brest in der Bretagne erreichen. Bis dahin sind wir jetzt erst einmal offline. Ich habe eine Grippe, aber die muss jetzt eben mit über die Bucht.

Eigentlich wollten wir noch was über Porto schreiben, wo es wirklich sehr schön war und wo wir sogar mal einen Stadtbummel gemacht hatten. Aber das muss jetzt warten bis Brest.

Bis bald, liebe Grüße von der Anori!

Porto

Wir haben uns vorgestern und gestern nonstop gegen garstigen Nordwind bis nach Porto durchgeschlagen, gegen Ende war es dann Windstärke 7 und 3-4m Welle genau gegenan, auf die harte Tour mit Maschine da nicht sinnvoll zu ersegeln.

Wir waren ganz schön fertig als wir hier ankamen und mussten heute erstmal ausschlafen. Dann haben wir nachmittags Porto angeschaut, wirklich schön. Nur die fliegenden Rasenmäher des RedBull Airrace das morgen hier losgeht waren ziemlich nervig. Fotos gibts später.

Jetzt grillen wir noch was am Strand neben der Marina und dann wollen wir uns morgen zeitig auf den Weg nach Vigo und weiter nach La Coruña machen, der Nordwind hat zum Glück eingepackt. Am 3. soll es dann endlich Westwind ab Cap Finisterre geben.

Tim aus Berlin hat uns spontanst hier in Porto als Verstärkung erreicht nachdem Emilio uns aus nebulösen Gründen (entgegen all seinen vorherigen Beteuerungen bis nach Hamburg mitfahren zu wollen) schon wieder verlassen hat. Bruno ist auch von Lissabon nach Hause geflogen, das aber war ja so geplant. So sind wir jetzt wieder zu viert, in A Coruña kommt Ulf aus Hamburg – ein erfahrener Skipper – dazu, dann sind wir für die Biskaya gut aufgestellt.

Viele Grüße von der Anori!