Porto

Wir haben uns vorgestern und gestern nonstop gegen garstigen Nordwind bis nach Porto durchgeschlagen, gegen Ende war es dann Windstärke 7 und 3-4m Welle genau gegenan, auf die harte Tour mit Maschine da nicht sinnvoll zu ersegeln.

Wir waren ganz schön fertig als wir hier ankamen und mussten heute erstmal ausschlafen. Dann haben wir nachmittags Porto angeschaut, wirklich schön. Nur die fliegenden Rasenmäher des RedBull Airrace das morgen hier losgeht waren ziemlich nervig. Fotos gibts später.

Jetzt grillen wir noch was am Strand neben der Marina und dann wollen wir uns morgen zeitig auf den Weg nach Vigo und weiter nach La Coruña machen, der Nordwind hat zum Glück eingepackt. Am 3. soll es dann endlich Westwind ab Cap Finisterre geben.

Tim aus Berlin hat uns spontanst hier in Porto als Verstärkung erreicht nachdem Emilio uns aus nebulösen Gründen (entgegen all seinen vorherigen Beteuerungen bis nach Hamburg mitfahren zu wollen) schon wieder verlassen hat. Bruno ist auch von Lissabon nach Hause geflogen, das aber war ja so geplant. So sind wir jetzt wieder zu viert, in A Coruña kommt Ulf aus Hamburg – ein erfahrener Skipper – dazu, dann sind wir für die Biskaya gut aufgestellt.

Viele Grüße von der Anori!

Fotos seit Gibraltar

Hier kommen die versprochenen Fotos:

Massenweise Delfine kommen uns in der Straße von Gibraltar entgegen.

11 Knoten, wir werden für 30 Minuten zu Rasern

 

Ankern in Faro

Das Cabo de Sagres

 

Ankern zum Fischen vor Felsenwänden denen man mit dem großen Schiff nicht zu nahe kommen wöllten

 

Delfin-Mama mit Kalb direkt vor Anoris Bug

 

Die Bucht von Arrifana mit Felsenkulisse und Sonnenuntergang

Möwen im Anflug auf die Schleppköder

Unser bislang erster und dümmster Vogel am Wobbler

Wieder befreit…

Wir konnten ihn nur durch Abknipsen mehrerer Haken aus dem Schleppköder lösen.

Die See ist zu ruhig, man muss die Teller gar nicht festhalten.

Hafen- und Problemlösetag in Gibraltar

Wir sind für 2 Nächte in Gibraltar in der Marina Bay direkt neben der Landebahn untergekommen, die Flugzeuge sind zum Greifen nah und extrem laut, zum Glück gibt es nur 8 Flugbewegungen am Tag und nachts gar keine. Dafür ist auch die Marina unfassbar billig, 18 Pfund pro Nacht.

Wir haben heute mit Unterstützung von Dylan, einem Techniker aus Gibraltar endlich unser Windfahnenproblem gelöst. Ich musste Äffchen spielen und auf dem Mast die neue Windfahne montieren, inklusive Gewinde schneiden. Unter dem Baum sitzt jetzt wie bei einer Rennyacht eine Windanzeige, und deren Daten werden dann über den Datenbus ins weitere System eingespeist so dass Autopilot, Plotter und Steuerstand-Anzeige auch versorgt sind. Genial. Jetzt kann der Atlantik kommen!

Ausserdem hat die Anori endlich einen Tender der seiner Aufgabe und dem Aussenbordmotor gerecht wird. Den hab ich wieder entdrosselt, wir brauchen Schub, und siehe da, es gleitet sogar – muss ja sagen das macht schon Spaß…

Morgen gehts aus dem Mittelmeer raus durch die Straße von Gibraltar auf den Atlantik in Richtung Faro in Portugal. Wir haben immer noch Ostwind, müssen also nur noch den richtigen Zeitpunkt abpassen um mit der Tidenströmung entspannt rauszukommen. Dann müssen wir uns auch schon ranhalten um rechtzeitig am 29. in Lissabon zu sein wenn Kirstine wiederkommt.

Schlussendlich war sogar noch Zeit den Affenfelsen mit Affen zu besichtigen. Gibraltar wirkt irgendwie in Zeit und Ort sehr deplatziert, aber ist schon nett mal zu erleben. Alles very british, aber die Leute reden miteinander Spanglish, total lustig.

Unten noch ein paar Fotos.

 

Viele Grüsse von der Anori!

Tage ohne Internet

Wir schreiben nichts weil wir nie brauchbares Internet haben. Unsere Datenvolumina sind so ziemlich aufgebraucht, die brauchen wir auch noch für Wind- und Wettervorhersagen.

In den Häfen ist es immer total schwierig in ein brauchbares Wifi-Netz zu kommen.

In Puerto Mahon gab es keins, in Cala Ratjada gestern gab es nur welche die einen permanent zwangen irgend ein doofes Restaurant auf Facebook zu liken, und heute in Portopedro liegen wir an einer Mooring zu weit weg vom Hafen und unser Zauberrouter mag den Verschlüsselungstyp des Hafennetzwerks nicht, obwohl er es als einziges Gerät empfangen kann.

Wir sind von Puerto Mahón vorgestern vormittag ausgelaufen und schon direkt unter Blister weitergesegelt nach Mallorca. In Cala Ratjada haben wir über Nacht geankert und uns vor dem Schlechtwetter verkrochen,  am nächsten Vormittag nach sehr schaukeliger Nacht (gestern) haben wir dann in den Hafen nebenan verlegt.

Der Hafen war nett, aber die Ortschaft dazu war volle Breitseite Malle. Ziemlich furchtbar. Alles deutsch benannt und Currywurst  oder Döner an jeder zweiten Ecke plus eine ziemlich unangenehme Klientel Urlauber. Aber einen feinen Waschsalon gab es auch, den brauchten wir dringend. Ansonsten musste Proviant und Wasser gebunkert werden.

Astrid und Magnus kamen dann nachmittags an Bord, abends haben wir gegrillt, mussten aber den Grill ganz weit ans Ende der Mole tragen weil die Belgier im dicken Motorboot nebenan ganz furchtbar Angst davor hatten und fast die Polizei gerufen hätten.

Heute sind wir dann erstmal raus aus dem Hafen, um die Ecke in die nächste etwas einsamere Bucht zum schnorcheln und vielleicht fischen. Leider bretterten ständig Touriausflugsboote und Motorboote mit Affenzahn und Welle links und rechts an uns vorbei. Max war mit mir schnorcheln und fand es großartig.

Jetzt liegen wir nach 3 Stunden sehr gemütlicher Segelei 15 Meilen südlich in Portopetro, über Nacht ist wieder recht starker Ostwind angesagt, da sind uns die Buchten alle zu ungeschützt.

Hier ist alles etwas gesetzter, wenngleich auch sehr touristisch, aber auch viel teurer.

Morgen wollen wir weiterziehen zur Südspitze von Mallorca, dort soll es einige einsame Strände zum Ankern geben. Am Sonntag dann queren wir nach Ibiza, und Anfang der kommenden Woche nach Alicante.

Die Kinder und ich wollen unbedingt noch etwas schnorcheln, und vielleicht fangen wir endlich auch noch einen Fisch mit der Harpune. Eine kleine Goldschwanzmakrele von der Schleppangel gab heute zum Abendbrot, war aber nicht genug. Das war bisher alles was die Angelei ergeben hat.

Kommt besseres Internet, kommen auch Fotos…

Liebe Grüße von Mallorca, die Anori-Crew

Vor Anker in Puerto Mahón

Eigentlich hatte ich heute morgen schon unseren Landfall in Mahón ankündigen wollen, aber offenbar hat der Upload nicht geklappt.

Jedenfalls sind wir heute mittag in Mahón eingelaufen, und da der Hafen auch unfassbar teuer ist und eh keine Plätze frei sind, wir aber wegen Mistral-Starkwinden im Hafen ankern dürfen, sparen wir das Geld und liegen in einem Ankerfeld mit mittlerweile ca. 20 anderen Booten. Einige schwoien wie verrückt, es sind bis 25 Knoten Wind, Anori gibt sich gemessen und liegt ziemlich ruhig.

Wir waren essen und ein wenig einkaufen, morgen werden wir notgedrungen eine spanische Gasflasche kaufen da auch hier auffüllen unserer Flaschen kategorisch nicht möglich ist. Eigentlich bräuchten wir fürs häufige Ankern ein vernünftiges Schlauchboot mit Festboden, unseres ist schon wieder undicht (die Pumpe fährt immer mit), geht aus dem Leim und der Wabbelboden ist eine Katastrophe, Wasser nimmt es mysteriöser Weise auch. Ist aber zu teuer, leider. Über Nacht hängt der Aussenborder des Schlauchbootes sicherheitshalber auch am Kran, damit er uns erhalten bleibt sollte das Dinghi zuviel Luft verlieren und absaufen. Zustände…  Ein Schlauchboot, 2,4m lang, Festboden, gern ein 0,4bar Modell, steht also auch auf der Wunschliste 😉

Jetzt müssen wir uns erstmal weiter von den schlaflosen Nächten erholen.

Wir hatten auf der Passage tags kaum Wind, dafür nachts umso mehr. Anstrengend, soll ja eigentlich andersrum sein. Aber einige Stunden fantastisches Blistersegeln im Vollmondlicht waren auch drin. Wir machen 4-Stunden Wachen,  von 20-24 Uhr, 0 Uhr bis 4 Uhr und 4 Uhr bis 8 Uhr. Tagsüber versuchen alle den Schlaf nachzuholen der nachts nicht drin war. Meistens kann man auch in der wachfreien Zeit nicht durchschlafen, da Segelmanöver gefahren werden müssen oder ähnliches.

Morgen werden wir ein günstiges Windfenster nutzen und doch gleich weitersegeln nach Mallorca. Dann ist erstmal entweder Flaute oder starker Mistral, und wir haben Zeit rausgefahren die letzten Tage mit den Kindern auch mal richtig Pause zu machen, in geschützten Buchten rumzufaulenzen und das Bootsleben zu genießen. Lange Überfahrten mit viel Wind und Welle sind jedenfalls nicht das Paradies für Emilia, Luca und Max, vor allem Max wird dann seekrank und spuckt erst und schläft danach viel, die einzig vernünftige Reaktion. Luca hat ganz gute Seebeine entwickelt, langweilt sich aber doch irgendwann trotz jeder Menge Hörbücher. Emilia ist unglaublich stabil, in jeder Hinsicht, sie wird weder seekrank noch miesepetrig, hat wirklich immer gute Laune, und macht auch toll mit im Bordalltag. Aber 3 Tage am Stück unterwegs zehren auch an ihren Kräften.

Da wir hier mal wieder kein Internet haben gibts erstmal keine Fotos. Hoffentlich kriegen wir das morgen noch hin, sonst wieder in Malle im Hafen, in 2 Tage.

Liebe Grüße von allen!

Wir kehren Italien den Rücken…

…denn wir sind jetzt bereits auf dem Weg nach Menorca. Gerade queren wir die verkehrsreiche Bucht von Cagliari. Den Freund der Familie Musitelli,Marco Maxia, haben wir leider nicht getroffen. Das war doppelt schade denn er hätte uns gut bei unseren neuen Problemen helfen können. Nachdem das Rigg ordentlich straff gespannt war zeigte sich nämlich schnell dass nicht alle Püttings vom Voreigner erneuert worden waren. Zwei offenbar nicht, und die kamen nun vom Deck hoch. Riesenscheisse! Wenn das bei 8Bft passiert wäre hätten wir jetzt ein Motorboot…

Also widmeten wir den Tag im schnöseligen Villasimiu (unserem teuersten Hafen bisher, 135 € für 1 Nacht, die spinnen echt die Römer!) neuerlich Reparaturaufgaben, statt uns von der Überfahrt zu erholen. Wir sind ja eh immer die leicht filzig-dreckigen die Lärm machen im Hafen. Die Kinder immerhin durften an den Strand. Die kleine Werft im Hafen schickte zur Begutachtung zwei Mitarbeiter. Die sahen die Metallteile, guckten bekümmert, (me dispiace – Metall können wir nicht) und gingen wieder. Bitte was?? Großartige Werft! Also Schlosser finden – nach 3 Stunden Fragerei und Sucherei im Ort war klar, nix geht. Zum Glück gabs bei Emporio Meloni, dem Gemischtwarenhändler mit Baumarktsektion im Ort, anständige 12er Bohrer und beim Teilehöker in der Marina quasi vergoldete M12er Bolzen und Muttern in V4A.

Dann haben Akkuflex und -Schrauber sich als ungemein unentbehrliches Bordwerkzeug erwiesen, 2 Stunden später, pünktlich vor dem Abendessen waren die 2 Püttinge  abgedichtet wieder montiert, alle anderen nachgezogen und überprüft, die Wanten justiert und fertig. Nichts ist schöner als eine geglückte gut ausgeführte Reparatur mit Bordmitteln 😉

Gas haben wir immer noch nicht aufgefüllt, die Italiener zucken immer zusammen wenn wir ihnen unsere Flaschen zeigen. Mal sehen obs bis Menorca reicht, sonst müssen wir grillen oder kalt essen.

Kleiner Rückblick:

Auf der Überfahrt von Sizilien sind wir tatsächlich zu 80 % unter Motor gefahren. der Wind, wenn er kam, war so schwach dass es zum Segeln nicht reichte. Aber wir haben mehrfach Delfine gesehen. Und fast einen Fisch gefangen. Leider hat er den heftigen Kampf gegen den Haken gewonnen und sich wieder losgeschüttelt. Für den nächsten bin ich gewappnet!

Jetzt erwarten uns wieder 2 Tage auf See, nächster Hafen ist Puerto Mahón auf Menorca. Ein wenig Wind (3-5 Bft) aus Nord ist für heute angesagt, Auswirkungen des Mistrals weiter nördlich. Hoffentlich bleibt er lange bei uns.

In Menorca wollen wir aber endlich mal ein bisschen die Buchten und das Meer genießen. Hoffentlich sieht Anori das auch so.

Liebe Grüße von allen an Bord!

Windiges Video

VID_20170727_165605

Unser bisher spannendster Tag. Es war ja schönstes Wetter, nur echt ne ordentliche Mütze Wind. Aber alle haben befunden dass sie sich sehr sicher gefühlt haben mit Anori. Sie nimmt dergleichen wirklich gelassen, krängt nicht übermässig, auch hohe Wellen werfen sie nicht aus der Bahn. Mit einem kleineren Schiff hätte man wahrscheinlich nicht mehr so viel Spaß und mehr Bammel gehabt. Nur die Segelbalance hat nicht gestimmt, wir bräuchten eine Schwerwetterfock die größenmäßig passt, die Sturmfock war zu klein, das Schiff zu luvgierig.

Im Video war es noch Wind um die 25 Knoten, mit fast Vollzeug oben…

Das Surfbrettchen haben wir später verloren, die Flagge ist noch dran 😉

Palermo

Wir liegen für einen fürstlichen Preis am dreckigen Rand des alten Stadthafens von Palermo und wollen eigentlich so schnell wie möglich wieder weg. Es ist heiß, stinkig und ziemlich schmutzig überall, und es gibt keinen Ort an dem sich die Kinder vergnügen können. Da wünscht man sich die Schnösel-Marina Gouvia auf Korfu zurück mit Pool und so. Alma ist nun leider abgereist, es war sehr schön mit ihr, schade dass sie schon nach Hause musste.

Morgen nachmittag wollen wir dann auch spätestens los, wenn alles geklärt ist was ansteht. Das ST80 Windinstrument ist unauffindbar, das Tracking der UK Royal Mail erklärt gar es wäre nach San Francisco USA geschickt worden. Dann soll morgen noch ein Rigger kommen um das Rigg zu checken und zu justieren, die Backbord-Salinge hängen runter. Waypoint in Preveza hat offenbar nicht zu Ende gearbeitet. Nervig und ärgerlich. Mehr Solarpanels wären gut, da ja kaum Wind weht. Bei 8Bft hat der Windgenerator gut geladen, sogar abgeschaltet, aber so…muss immer mal der Dieselgenerator ran. Und die Kühlschrankregelung schaltet den Kühlschrank nie ab, darum frisst er auch so unendlich viel Strom.

Dann steht als nächstes der Schlag nach Sardinien an. Die Windprognosen sind dürftig, kann sein dass wir viel motoren müssen.

Alle sind total müde und zeitig ins Bett.

Gestern haben wir Cefalu besucht, eine sehr hübsche aber auch extrem touristische stereotypisch italienische Küstenstadt mit Ursprung als griechische Festung im 4. oder 5. Jahrtausend vor Christus.

Ausserdem haben wir mal ein Fotoshooting im Dinghi veranstaltet mit anschließender rasanter Schlauchbootfahrt um Anori herum. Hier ein paar Eindrücke davon:

Zum Schluss noch der Hinweis auf die Unterseite „Unsere Route“ auf der wir die Tracks unserer Navi-App auf der Landkarte darstellen. Wir versuchen täglich den aktuellen Track hochzuladen, so dass nachvollziehbar ist wo wir sind.

Gute Nacht!

 

 

 

Das denken die kinder ( wir ) – für mama

Wir sind gerade in Palermo.Hier ist überall Müll !!! Jeder von uns hat 3 kugeln Eis gegessen. Das Eis war lecker  !( El elado era muy rico !).Emilia wollte zu den Delfinen ins Wasser springen und mit ihnen schwimmen.Luca fand sie auch schön, aber auch ein bisschen gruselig weil sie so klein waren und immer so gruselig gelächelt haben.Max fand sie schön, und möchte es seinen Freunden ,Jasper und Alexander, erzählen. In Korfu war ein Swimmingpool. Der war cool! Sonst haben wir immer im Meer gebadet.

Wir dürfen gleich auf Netflix einen Film gucken.

Eigentlich ist die reise toll außer wenn Max und Luca kotzen. Wir wünschen uns das wir nicht kentern mehr Eis essen, mehr baden und mehr Delfine sehen.Und wir wünschen uns das papa Harry Potter zuende liest.Und das wir jetzt endlich einen Film gucken können!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

ENDEPOPENDE